Erzbistum Luxemburg unterzeichnet gender-ideologische „Charta der Vielfalt“

(Luxemburg) Sie nennt sich „Charta der Vielfalt“, womit offenkundig ist, was sie vertritt: die Förderung der „Diversität“. „Diversität“ ist eines jener „Zauberwörter“ für eine gesellschaftspolitische „Neuordnung“. Dazu gehört vor allem auch die „Diversität der sexuellen Orientierung“. Doch manche katholische Oberhirten stellen sich naiv und beugen sich dem Diktat der Gender-Ideologen.

Welche Ideen stehen hinter der „Charte de la diversité“?

Die „Charte de la diversité“ wurde erstmals 2004 in Frankreich veröffentlicht und geht auf eine Initiative des Institut Montaigne zurück. Das Institut ist eine 2000 gegründete liberale Denkfabrik, die von zahlreichen der größten staatlichen und privaten Unternehmen Frankreichs finanziert wird. Ihre Entstehung wird in Frankreich direkt mit der republikanischen und laizistischen, antimonarchistischen und antikatholischen Staatsdoktrin von 1905 in Verbindung gebracht.

In Deutschland wurde sie 2006, obwohl die historischen Voraussetzungen ganz anders sind, wörtlich als „Charta der Vielfalt“ übernommen und gleich direkt von großen Unternehmen wie Daimler, Deutsche Bank, Telekom und der Deutschen BP publiziert. Das Ganze erfolgte mit Unterstützung der Bundesregierung. Bundeskanzlerin Angela Merkel trat persönlich als Schirmherrin auf.

Das offizielles Ziel der Charta lautet: „Chancengleichheit für die Mitarbeiter herstellen“. Die Unternehmen verpflichten sich jedoch keineswegs nur zur „Chancengleichheit“, sondern als Motoren gesellschaftspolitischer Veränderungen. In der Charta heißt es, die „deutsche Wirtschaft“ könne aufgrund von „Globalisierung“ und „demographischem Wandel“ nur bestehen, wenn sie die „Diversität“ (Vielfalt) der Mitarbeiter fördere und nutze.

Konkret bedeutet das, Kampf gegen „Diskriminierung“ und die Förderung der Gender-Ideologie und von Massenverschiebungen von Menschen durch Migration. Ein Beispiel: Die französische Bank BNP Paribas gehört zu den Unterzeichnern der „Charte de la diversité. Am vergangenen 12. Januar veranstaltete sie eine Tagung, die ganz dem schwul-lesbisch-bisexuell-transsexuellem Milieu des Unternehmens gewidmet war. Zu den geladenen Rednern gehörte auch der Sprecher der Gay Pride France.

„Stahlpakt“ zwischen den „starken Mächten“

Die „Charta“ hat sich auf Unternehmensebene über zahlreiche Länder ausgedehnt und versammelt unterschiedlichste Kreise. Privatunternehmen, öffentliche Unternehmen und auch Vereinigungen haben sich mit ihrer Unterschrift unter die „Charta“ verpflichtet „Stereotype und Allgemeinplätze umzustürzen“, „Diskriminierung“ zu bekämpfen und eine „inklusive Gesellschaft“ zu schaffen.

Jährlich wird am 12. Mai ein internationaler Diversity Day veranstaltet. In Luxemburg wird er 2016 zum zweiten Mal begangen. Es handelt sich um eine Art Fest mit Treffen, Workshops, Ausstellungen, Produktpräsentationen und alles wird mit einer eigenen Internetseite beworben. Das Ziel der Kundgebung wird im Motto zusammengefaßt: „Handeln für die Vielfalt“. Man wolle „den Alltag verändern, in die Häuser der Bürger hineinwirken, deren Gewohnheiten beeinflussen, Teil ihres täglichen Lebens werden“.

Die Zielsetzungen sind eine Kampfansage. Keine Rede mehr von Freiheit, Selbstbestimmung, Eigenverantwortung, freiem Willen, Meinungsfreiheit. Stattdessen wir ein „Stahlpakt“, so Corrispondenza Romana, zwischen den „starken Mächten“ geschlossen. Große Wirtschaftsunternehmen und staatliche Einrichtungen verbünden sich, um die Gewohnheiten und Verhaltensweisen der Bürger zu beeinflussen. Was als freiwilliger Schritt beworben wird, so die Befürchtung, könnte schneller als gedacht zur Ächtung bei Nicht-Beachtung und zum Zwang werden.

Die Promotoren

So verwundert es nicht, wenn unter den Promotoren der „Charta der Vielfalt“ die Europäische Kommission findet, der eigentlichen institutionellen Machtzentrale der Europäischen Union, ebenso das luxemburgische Familien-, Gleichstellungs- und Integrationsministerium.

Zu den Promotoren in Luxemburg gehören ebenso die bereits erwähnte Deutsche Bank und alle führende Geld- und Investmentinstitute (PWC, RBC Investor & Treasury Services, IMS, usw.).

Zudem findet sich auch Sodexo, dem weltweit führenden Unternehmen in Sachen „Lebensqualität“. Die Sodexo ist in 80 Staaten aktiv und zählt 428.000 Mitarbeiter. „Catering, Gemeinschaftsverpflegung und Facilitymanagement“ sind die Dienstleistungen für Industrieunternehmen, Behörden, Krankenhäuser und Rehakliniken, Senioren- und Pflegeheime, Schulen, Kindergärten, Kindertagesstätten, Gefängnisse und militärische Einrichtungen. Sodexo macht auch mit der Masseneinwanderung Geschäft. In mehreren Staaten ist sie mit der Verpflegung, Unterbringung und Verwaltung von Asylwerbern beauftragt.

Zum Promotorenkomitee des 2. Diversity Day gehört auch die American Chamber of Commerce Luxembourg. Die Amerikanischen Handelskammer ist eine private Organisation und bezeichnet sich selbst als „gemeinnützig“. Sie ist jeweils als Verein auch in Österreich und der Schweiz präsent. Die Ausweitung erfolgte parallel zum Marschall-Plan für Europa. Wie die gesellschaftspolitischen Ambitionen zeigen, geht es nicht nur um die Zusammenführung von Wirtschaftstreibenden und philanthropische Zielsetzungen.

Die luxemburgische Schirmherrin der „Charta der Vielfalt“ ist die 43jährige Familien- und Integrationsministerin Corinne Cahen, die gleichzeitig auch Vorsitzender der liberalen Demokratischen Partei im Großherzogtum ist, die seit 2014 mit Sozialdemokraten und Grünen eine Regierungskoalition bildet.

Erzbistum Luxemburg unterzeichnete „Charte de la diversité“

Doch nicht nur orthodoxe und die nicht-orthodoxe Linke und die jüdische Ministerin, sondern auch die Katholische Kirche Luxemburgs macht eifrig mit. Seit 2011 ist mit Jean-Claude Hollerich ein Jesuit Erzbischof des Großherzogtums. Msgr. Hollerich studierte an der Gregoriana in Rom, an der Jesuitenhochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main und an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. An der Universität Bonn wurde er promoviert und lebte und wirkte mehrere Jahre in Japan.

2012 wandte er sich gegen das vom Parlament diskutierte Abtreibungsgesetz. Die Grünen des Landes bezeichneten seine Ablehnung der Abtreibung als „archaisch und extremistisch“ und seine Verteidigung des Lebensrechts ungeborener Kinder als „anachronistisches Weltbild“.

Beim 2. Diversity Day ist eine feierliche Zeremonie vorgesehen, bei der alle Unterzeichner der Charta sich öffentlich verpflichten, die „Diversität“ durch konkrete Aktionen zu fördern. Unter den Unterzeichnern findet sich in der Ketagorie „Unternehmen“, Subkategorie „Stiftungen, Nichtregierungsorganisationen“ auch die „Katholische Kirche – Erzbistum Luxemburg“. Die Erzdiözese wird als Unternehmen mit mehr als 300 Mitarbeitern geführt, das sich „zum Respekt der Diversität“ im Kollektivvertrag verpflichtet.

Rücktritt von Rom abgelehnt

Es fällt daher schwer zu glauben, Erzbischof Hollerich, habe nicht verstanden, was mit der „Charte de la diversité“ vertreten wird. Der Erzbischof stolpert nicht zum ersten Mal. Er war es auch, der vor knapp einem Jahr eine neue Übereinkunft zwischen Staat und Kirche unterzeichnete. Mit Staat ist die erwähnte, seit Dezember 2013 regierende Ampelkoalition gemeint. Mit der Konvention ist der Religionsunterricht aus Luxemburgs Schulprogrammen verschwunden und wurden die öffentlichen Zuwendungen für die Kirche um 30 Prozent gekürzt. Nicht einmal der gern betonte Einsatz der Kirche im Sozial- und Bildungsbereich werden damit gewürdigt. Zudem wurde der Unterhalt der Kirchen allein der Kirche überlassen.

Erzbischof Hollerich versuchte die Zurücksetzung der Kirche mit einem Zitat von Papst Franziskus „Die Kirche der Armen ist eine reichere Kirche“ schönzureden. Die luxemburgischen Katholiken verstanden jedoch nur zu gut. RTL berichtete von „heftigen Spannungen“. Laut Medienberichten, möchte sich Erzbischof Hollerich, nach angerichtetem Desaster aus dem Staub machen. Immer laut RTL habe der erst 57 Jahre alte Oberhirte dem Vatikan bereits ein Rücktrittsgesuch „aus gesundheitlichen Gründen“ übermittelt.

Das Ansuchen soll von Papst Franziskus, selbst Jesuit, abgelehnt worden sein. Erzbischof Hollerich wurde lediglich ein Weihbischof „gewährt“. Luxemburger Katholiken sehen damit „die Gefahr, daß die Schwierigkeiten noch zunehmen könnten“, so Corrispondenza Romana.

Text. Giuseppe Nardi
Bild: Corrispondenza Romana

http://www.katholisches.info/2016/02/erzbistum-luxemburg-unterzeichnet-gender-ideologische-charta-der-vielfalt/

Mennen: Opnieuw een brief van de vier kardinalen aan de paus – ook nu geen antwoord

Pastoor Mennen: “De manier waarop paus Franciscus de Kerk bestuurt, wordt steeds grotesker. Conservatieve nieuwe congregaties met veel roepingen worden zonder duidelijke beschuldigingen aangepakt. Conservatieve bisschoppen worden afgezet en vervangen. Vreemde en soms dubieuze mensen worden aan de curie benoemd. In de pauselijke Academie voor het leven zijn alle leden vervangen. Er zitten nu leden in die vóór abortus zijn en voor euthanasie. De twee gezinssynodes waren er blijkbaar alleen om verwarring te stichten zodat de liberalen in de Kerk die zich van het permanente leergezag niet veel aantrekken, vrij spel hebben. De paus schept op veel terreinen van het geloof bewust onduidelijkheid. Hij weet dat hij de leer niet kan veranderen maar bij voldoende onduidelijkheid wel de praktijk. De paus vindt de “soepele” praktijk belangrijker dan de leer. (..) Als iemand bij hem klikt, dat een bepaalde curieoffcial iets negatiefs over hem gezegd heeft in een persoonlijk gesprek, wordt deze rücksichtslos en zonder enige barmhartigheid ontslagen. Daarom heerst er grote angst in de curie. (..) Het is een schande dat hij de vier kardinalen die om de duidelijkheid vragen die hij krachtens zijn pauselijk ambt moet geven, volkomen negeert. En toch is hij de paus…”

Hieronder een samenvatting van Sandro Magister en de brief van de kardinalen.

Sandro Magister
20 juni 2017

Zeven maanden na de “dubia” heeft paus Franciscus in het midden van de afgelopen lente weer een brief van dezelfde vier kardinalen ontvangen die was ondertekend door Carlo Cafarra in naam van de andere drie: Walter Brandmüller, Raymond L. Burke en Joachim Meisner.

En ook op deze brief evenmin als tevoren op de “dubia” heeft hij geantwoord. De vier kardinalen vragen de paus om een audiëntie. Om met hem te spreken over de verdeeldheid die “Amoris Laetitia” heeft gebracht en over “de situatie van verwarring en ontreddering” die erop volgde in een groot deel van de Kerk. De brief was in de handen van Franciscus op 6 mei. Maar het zo lang uitblijven van een antwoord heeft de betekenis ervan vergroot. Zoals reeds gebeurde met de “dubia”, denken de vier kardinalen nu dat het goed is dat de brief ter overweging wordt gegeven aan heel het “volk van God”, van waaruit de vraag naar verheldering komt waaraan zij stem geven.

De volledige tekst van de brief, vertaald uit het oorspronkelijke Italiaans, is hieronder weergegeven. Maar ondertussen is het nuttig te laten zien dat tijdens de 45 dagen die voorbij zijn gegaan tussen het sturen van de brief naar de paus en de publicatie ervan, het Babel van de interpretaties van “Amoris Laetitia” – maar niet alleen daarvan – voortdurend is gegroeid.

We kunnen in dit verband de volgende feiten melden:

– In Polen heeft de bisschoppenconferentie aangekondigd dat zij in oktober richtlijnen zullen publiceren voor de toepassing van “Amoris Laetitia” die zonder uitzondering zullen vasthouden aan de leer van Johannes Paulus II over de hertrouwd gescheidenen, die alleen de communie mogen ontvangen als zij besluiten “als broer en zus” te leven.

– In Italië heeft de bisschoppenconferentie van de regio Sicilië “Pastorale richtlijnen” gepubliceerd bij het achtste hoofdstuk van “Amoris Laetitia” die voorzien in “praktische oplossingen onderscheiden naargelang de situatie”, met inbegrip van absolutie en communie voor de hertrouwd gescheidenen die leven “more uxorio” (als man en vrouw).

– Ook in België hebben de bisschoppen met een pastorale brief het “ga-je-gang” gegeven wat betreft de communie voor de hertrouwd gescheidenen, zelfs als men het enkel “in geweten besloten heeft”.

– In Argentinië, in het bisdom van Renconquista, heeft bisschop Angel José Macín, hier aangesteld door paus Franciscus in 2013, publiek de volledige hertoelating in de Kerk gevierd van rond de dertig hertrouwd gescheiden paren die doorgaan met “more uxorio” te leven. Hij gaf hen de communie – naar hij zei – aan het eind van een gezamenlijke voorbereidingscursus op basis van de aanwijzingen in “Amoris Laetitia” en de daarop volgende brief van de paus aan de bisschoppen van de regio van Rio de la Plata.

– Ook in Italië heeft de theoloog Maurizio Chiodi in de laatste uitgave van het gezaghebbende “Rivista del Clero Italiano” een artikel geschreven waarin hij in het licht van “Amoris Laetitia” pleit voor de mogelijkheid van communie voor hertrouwd gescheidenen op basis van “een theorie voorbij het alternatief van de norm”. De “Revista del Clero Italianio” wordt uitgegeven door de katholieke universiteit van Milaan onder leiding van drie bisschoppen: Gianni Ambrosio, Franco Giulio Brambilla en Claudio Giuliodori. En Chodi is enkele dagen geleden door de paus benoemd als een gewoon lid van de vernieuwde Academie voor het leven.

– Alweer in Italië, in Turijn, heeft de katholieke priester Fredo Olivero bevestigd dat de internationale groep “het brood breken” waaraan hij deelneemt, eens per maand bij elkaar komt om de eucharistie te vieren nu eens volgens de katholieke ritus dan weer volgens de protestante manier waarbij alle aanwezigen de communie ontvangen. Hij heeft gezegd dat hij er zeker van is dat dit de echte “persoonlijke visie” is van paus Franciscus die overeenkomt met wat hij op 15 november 2015 gezegd heeft bij zijn bezoek aan de Lutherse kerk van Rome. Hij voegde eraan toe dat het dogma van de transsubstantiatie op een “spirituele” manier moet worden geherinterpreteerd en dat volgens Jezus der Mis door iedereen kan worden gecelebreerd, niet alleen door een gewijde bedienaar. Don Olivero deed zijn onthulling in de laatste uitgave van “Riforma”, het weekblad van de kerk van de Waldenzen.

– En tenslotte blijkt in het Vaticaan een commissie opgericht te zijn met de opdracht de encycliek van Paulus VI “Humanae Vitae” over geboorteregeling te “herinterpreteren” in het licht van “Amoris Laetitia”.. De leden van deze commissie zijn Pierangelo Sequeri, hoofd van het pauselijk instituut voor studies over huwelijk en gezin Johannes Paulus II, Angelo Maffeis, hoofd van het instituut Paulus VI in Brescia en Philippe Chenaux, professor kerkgeschiedenis aan de pauselijke Lateraanse Universiteit. De coördinator is Gilfredo Marengo, professor in de theologische antropologie aan het bovengenoemd instituut, gesticht door Johannes Paulus II. Prof. Marengo is reeds lange tijd aanhanger van revisionistische ideeën.

Dit is de stand van zaken. En dit is de brief aan de paus van de vier kardinalen die er zich niet bij neerleggen.

Ons geweten drijft ons….

Heilige Vader,

Het is met een zekere schroom dat ik mij tot uwe heiligheid richt in de dagen van de Paastijd. Ik doe dit in naam van hunne eminenties de kardinalen: Walter Brandmüller, Raymond L. Burke, Joachim Meisner en mijzelf.

Wij willen graag beginnen met opnieuw onze absolute toewijding en onze onvoorwaardelijke liefde te betuigen aan de Stoel van Petrus en aan uw verheven persoon, in wie wij de opvolger van Petrus en de plaatsbekleder van Jezus erkennen: de “zoete Christus op aarde” zoals de heilige Catharina van Siëna graag zei. Wij delen niet in het minst het standpunt van hen die de Stoel van Petrus als vacant beschouwen, of van hen die de ondeelbare verantwoordelijkheid van het Petrinische ambt aan anderen willen toekennen. Wij worden slechts bewogen door het besef van de zware verantwoordelijkheid die voortkomt uit het ambt van kardinaal: om raadgevers te zijn van de opvolger van Petrus in zijn soeverein dienstwerk. En vanuit het sacrament van het episcopaat waardoor wij “zijn aangesteld als bisschoppen om de Kerk te weiden, die Hij met zijn bloed heeft verworven” (Hand. 20, 28).

Op 19 september 2016 hebben wij uwe Heiligheid en de Congregatie voor de Geloofsleer vijf “dubia” gezonden met de vraag of u de onzekerheden wilde oplossen en helderheid wilde brengen in sommige punten van de postsynodale apostolische exhortatie “Amoris Laetitia”.

Omdat wij van uwe Heiligheid geen enkel antwoord mochten ontvangen, hebben wij besloten u eerbiedig en nederig om een audiëntie te vragen, samen, als het uwe Heiligheid behaagt. Wij voegen hierbij, zoals gebruikelijk, een audiëntieformulier waarop wij de twee punten naar voren brengen die we met u willen bespreken.

Heilige Vader,

Er is nu een jaar voorbij sinds de publicatie van “Amoris Laetitia”. Gedurende deze tijd zijn er publiekelijk interpretaties gegeven van enkele objectief dubbelzinnige passages in de postsynodale exhortatie die niet afwijken van maar tegengesteld zijn aan het permanente Leergezag van de Kerk. Ondanks het feit dat de prefect van de Geloofsleer herhaaldelijk verklaard heeft, dat de leer van de Kerk niet is veranderd, zijn er talloze verklaringen verschenen van afzonderlijk bisschoppen, kardinalen en zelfs bisschoppenconferenties die goedkeuren wat het Leergezag van de Kerk nooit heeft goedgekeurd.

Niet slechts de toegang tot de heilige eucharistie voor hen die objectief en publiek in een situatie van zware zonde leven en daarin willen blijven maar ook een opvatting van het zedelijk geweten dat tegengesteld is aan de Traditie van de Kerk. En zo komt het – o hoe droevig is het dit te moeten constateren – dat wat zonde is in Polen, goed is Duitsland, wat is verboden in het aartsbisdom van Philadelphia, toegestaan is op Malta. En zo voorts. Wij moeten denken aan de bittere constatering van Blaise Pascal: “Gerechtigheid aan deze kant van de Pyreneeën, is ongerechtigheid aan de andere kant; gerechtigheid op de linkeroever is ongerechtigheid op de rechteroever.”

Talrijke deskundige leken met grote liefde voor de Kerk en een grote loyaliteit jegens de Apostolische Stoel hebben zich tot hun Herders gericht en tot uwe Heiligheid om bevestigd te worden in de heilige leer betreffende de drie sacramenten van huwelijk, van verzoening en van de eucharistie. En juist deze laatste dagen hebben 6 leken afkomstig uit elk continent in Rome een studiebijeenkomst georganiseerd die zeer goed bezocht was, met de betekenisvolle titel: “Duidelijkheid verschaffen”.

Gelet op deze ernstige situatie waarin veel christelijke gemeenschappen bezig zijn verdeeld te raken, voelen wij de zwaarte van onze verantwoordelijkheid en ons geweten drijft ons om nederig en eerbiedig een audiëntie te vragen.

Dat uwe Heiligheid zich verwaardigt ons in zijn gebeden te gedenken zoals wij hem verzekeren dat we dat hem in onze gebeden zullen doen. En wij vragen aan uw Heiligheid de gave van zijn apostolische zegen.

Carlo kardinaal Cafarra
Rome 25 april 2017
Feest van de Heilige Marcus, evangelist.

AUDIËNTIEFORMULIER

1. Vraag om verheldering van de vijf punten, aangegeven in de “dubia”; redenen voor een dergelijke vraag.

2. De situatie van verwarring en ontreddering, vooral onder de zielenherders, “in primis” de pastoors.

>>>   http://www.mennenpr.nl/Opnieuw_een_brief.html

„Unser Gewissen drängt uns“ – Der zweite Brief der vier Kardinäle zu Amoris laetitia – 20 juni ’17

Die vier Kardinäle der Dubia (Zweifel) zum umstrittenen nachsynodalen Schreiben Amoris laetitia, haben Papst Franziskus einen zweiten Brief geschrieben. Darin ersuchen sie ihn um eine Audienz. Doch auch diese verweigert ihnen der
Die vier Kardinäle der Dubia (Zweifel) zum umstrittenen nachsynodalen Schreiben Amoris laetitia, haben Papst Franziskus einen zweiten Brief geschrieben. Darin ersuchen sie ihn um eine Audienz. Doch auch diese verweigert ihnen der “barmherzige” Franziskus. Die Sorgen und Bedenken zu seinem Kurs will er nicht hören.

„Unser Gewissen drängt uns …“ – Der zweite Brief der vier Kardinäle zu Amoris laetitia

(Rom) Am 25. April schrieben die vier Kardinäle Walter Brandmüller, Raymond Burke, Carlo Caffarra und Joachim Meisner Papst Franziskus einen zweiten Brief. Nachdem sie auch auf diesen keine Antwort erhielten, haben sie ihn heute veröffentlicht. Die Bekanntgabe erfolgte erneut durch den bekannten Vatikanisten Sandor Magister (siehe den Bericht Papst verweigert Kardinälen Audienz. Er will ihre „Dubia“ nicht hören – Ein zweiter Brief).

Geschrieben wurde der neue Brief von Kardinal Carlo Caffarra, bis vor kurzem Erzbischof von Bologna und Direktor des Päpstlichen Instituts Johannes Paul II. für Studien zu Ehe und Familie, das von Papst Franziskus in den vergangenen Monaten einem radikalen Kurswechsel unterzogen wurde.

Kardinal Caffarra dürfte der Autor sein, weil ihm Papst Franziskus in der Vergangenheit immer wieder kleine Gesten des Wohlwollens zukommen hatte lassen. Als der Papst Anfang April das Bistum Carpi besuchte, reiste Kardinal Caffarra eigens dorthin. Es kam zu einer kurzen, öffentlichen Begegnung mit einer Umarmung. Welches ernste Wort der Kardinal dem Papst sagte, ist nicht bekannt. Franziskus ging jedenfalls für einen Augenblick sichtlich in sich. Die Szene wurde photographisch festgehalten.
Kurz darauf setzte sich der Kardinal nieder und begann dem Papst – in Absprache mit den anderen drei Unterzeichnern der Dubia – zu schreiben.

Kardinal Caffarra erteilt im neuen Brief sowohl sedisvakantistischen Positionen als auch der These von Kurienerzbischof Georg Gänswein eine Absage, der eine neue Form von Anteil des vormaligen Papstes Benedikt XVI. am Petrusamt in den Raum gestellt hatte.
Gleichzeitig erhebt er Klage wegen der Verwirrung, die durch Amoris laetitia in der Kirche herrsche und einen konkreten Häresievorwurf gegen „einzelne Bischöfe, Kardinäle und Bischofskonferenzen“.

Der zweite Brief der vier Kardinäle im Wortlaut:

„Unser Gewissen drängt uns …“

Heiliger Vater,

mit einer gewissen Beklemmung wende ich mich an Eure Heiligkeit während dieser Tage der Osterzeit. Ich tue dies im Namen der Kardinäle Walter Brandmüller, Raymond Burke, Joachim Meisner und in meinem eigenen.

Es ist unser Wunsch, vor allem unsere absolute Hingabe und unsere bedingungslose Liebe zum Stuhl Petri und für Eure Person zu erneuern, in der wir den Nachfolger des Petrus und den Stellvertreter Jesu anerkennen: den „süßen Christus auf Erden“ wie die hl. Katharina von Siena zu sagen liebte. Uns ist nicht im Geringsten die Position jener zu eigen, die den Stuhl des Petrus für vakant erachten noch jene, die auch anderen die unteilbare Verantwortung des Petrinischen „Munus“ zuschreiben wollen. Uns drängt allein durch das Bewußtsein einer großen Verantwortung getrieben, die vom „Munus“ der Kardinäle herrührt: Berater des Nachfolgers Petri in seinem souveränen Amt zu sein. Und des Sakraments des Episkopats: „Gebt Acht auf euch und auf die ganze Herde, in der euch der Heilige Geist zu Bischöfen bestellt hat, damit ihr als Hirten für die Kirche Gottes sorgt, die er sich durch das Blut seines eigenen Sohnes erworben hat“ (Ap 20,28).

Am 19. September 2016 haben wir Eurer Heiligkeit und der Kongregation für die Glaubenslehre fünf „Dubia“ übergeben und Euch gebeten, Unsicherheiten zu zerstreuen und Klarheit zu einigen Punkten des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris laetitia zu schaffen.

Da wir keinerlei Antwort von Eurer Heiligkeit erhalten haben, sind wir zum Entschluß gekommen, Euch respektvoll und demütig um Audienz zu bitten, wenn es Eurer Heiligkeit gefallen sollte. Wir fügen, wie es üblich ist, ein Audienzgesuch bei, auf dem wir die beiden Punkte nennen, über die wir mit Euch sprechen möchten.

Heiliger Vater,

inzwischen ist ein Jahr seit der Veröffentlichung von Amoris laetitia vergangen. In dieser Zeit wurden öffentlich Interpretationen zu einigen objektiv zweideutigen Stellen des nachsynodalen Schreibens gegeben, die vom beständigen Lehramt der Kirche nicht nur abweichen, sondern diesem widersprechen. Obwohl der Präfekt der Glaubenskongregation mehrfach erklärte, daß sich die Lehre der Kirche nicht geändert hat, sind zahlreiche Erklärungen von einzelnen Bischöfen , Kardinälen, ja sogar von Bischofskonferenzen erfolgt, die gutheißen, was das Lehramt der Kirche nie gutgeheißen hat. Nicht nur der Zugang zur Heiligen Eucharistie von jenen, die objektiv und öffentlich in einem Zustand der schweren Sünde leben und darin bleiben wollen, sondern auch ein Verständnis des moralischen Gewissens, das der Tradition der Kirche widerspricht. Dadurch geschieht – wie schmerzvoll ist es, das festzustellen! –, daß das, was in Polen Sünde ist, in Deutschland gut ist, was im Erzbistum Philadelphia verboten ist, auf Malta erlaubt ist, und so weiter. Es kommt einem die bittere Feststellung von Blaise Pascal in den Sinn: „Diesseits der Pyrenäen Wahrheit, jenseits Irrtum; Gerechtigkeit am linken Flußufer, Ungerechtigkeit am rechten Flußufer.“

Zahlreiche kompetente Laien, die die Kirche auf das Innigste lieben und loyal zum Apostolischen Stuhl stehen, haben sich an ihre Hirten und an Eure Heiligkeit gewandt, um in der Heiligen Glaubenslehre zu den drei Sakramenten der Ehe, der Buße und der Eucharistie bestärkt zu werden. Gerade in diesen Tagen haben in Rom sechs Laien aus allen Kontinenten eine sehr gut besuchte Studientagung abgehalten mit dem aussagekräftigen Titel „Klarheit schaffen“.

Angesichts dieser schwerwiegenden Situation, in der sich viele christliche Gemeinschaften spalten, spüren wir die Last unserer Verantwortung und unser Gewissen drängt uns, Sie demütig und respektvoll um Audienz zu bitten.

Mögen Eure Heiligkeit unser im Gebet gedenken, so wie wir Euch versichern, es in unseren zu tun. Wir bitten zudem um das Geschenk Eures Apostolischen Segens.

Carlo Kardinal Caffarra

Rom, 25. April 2017
Fest des heiligen Evangelisten Markus

Einleitung/Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: MiL/Vatican.va (Montage)

http://www.katholisches.info/2017/06/unser-gewissen-draengt-uns-der-zweite-brief-der-vier-kardinaele-zu-amoris-laetitia

Robert de Mattei: Der Skandal des Schweigens

Von Roberto de Mattei

Die vier Kardinäle, Autoren der Dubia zum nachsynodalen Schreiben Amoris laetitia, haben über den Blog des Vatikanisten Sandro Magister ein Audienzgesuch bekannt gemacht , das Kardinal Carlo Caffarra am vergangenen 25. April dem Papst zukommen ließ, aber keine Antwort erhielt.

Das absichtliche Schweigen von Papst Franziskus – der in Santa Marta auch weniger relevante Persönlichkeiten empfängt, um über für das Leben der Kirche weniger wichtige Probleme zu diskutieren – ist der Grund für die Veröffentlichung des Dokuments.

In der respektvollen Bitte um Audienz lassen die vier Kardinäle (Brandmüller, Burke, Caffarra und Meisner) wissen, daß sie dem Papst die Gründe ihrer „Dubia“ erklären und ihm die Lage der Kirche aufzeigen möchten, die sich in einer schwerwiegende Verwirrung und Orientierungslosigkeit befindet, vor allem was die Seelenhirten betrifft und „in primis“ die Pfarrer.  Es sind Tatsachen, die sie im neuen Brief schreiben:

„In dieser Zeit wurden öffentlich Interpretationen zu einigen objektiv zweideutigen Stellen des nachsynodalen Schreibens gegeben, die vom beständigen Lehramt der Kirche nicht nur abweichen, sondern diesem widersprechen. Obwohl der Präfekt der Glaubenskongregation mehrfach erklärte, daß sich die Lehre der Kirche nicht geändert hat, sind zahlreiche Erklärungen von einzelnen Bischöfen, Kardinälen, ja sogar von Bischofskonferenzen erfolgt, die gutheißen, was das Lehramt der Kirche nie gutgeheißen hat. Nicht nur der Zugang zur Heiligen Eucharistie von jenen, die objektiv und öffentlich in einem Zustand der schweren Sünde leben und darin bleiben wollen, sondern auch ein Verständnis des moralischen Gewissens, das der Tradition der Kirche widerspricht. Dadurch geschieht – wie schmerzvoll ist es, das festzustellen! –, daß das, was in Polen Sünde ist, in Deutschland gut ist, was im Erzbistum Philadelphia verboten ist, auf Malta erlaubt ist, und so weiter. Es kommt einem die bittere Feststellung von Blaise Pascal in den Sinn: ‚Diesseits der Pyrenäen Wahrheit, jenseits Irrtum; Gerechtigkeit am linken Flußufer, Ungerechtigkeit am rechten Flußufer‘.“

In der Tatsache, daß Mitarbeiter des Papstes ihn um eine Privataudienz bitten und in der Bitte mit Parrhesia, aber mit Objektivität die Spaltung aufzeigen, die jeden Tag in der Kirche größer wird, ist nichts von einem Skandal oder einer Rebellion. Der Skandal ist hingegen die Weigerung des Nachfolgers des Petrus, jene anzuhören, die darum bitten, empfangen zu werden. Das um so mehr als Franziskus aus dem „Willkommen heißen“ ein Markenzeichen seines Pontifikats gemacht hat, indem er in einer seiner ersten Predigten in Santa Marta (25. Mai 2013) sagte, daß „Christen, die bitten, nie eine verschlossene Tür vorfinden dürfen“. Warum wird vier Kardinälen eine Audienz verweigert, die nichts anderes tun, als ihrer Pflicht als Ratgeber des Papstes nachzukommen?

Die Worte der Kardinäle sind voller Respekt. Man kann annehmen, daß es ihre Absicht ist, durch das direkte Gespräch in einer persönlichen Audienz die Absichten und Pläne von Papst Franziskus besser „unterscheiden“ zu können und eventuell in camera caritatis eine brüderliche Zurechtweisung vorzunehmen.

Das Schweigen von Papst Franziskus ihnen gegenüber ist verbissen und respektlos und bringt in seinem Fortdauern die Position von jemandem zum Ausdruck, der entschlossen seinen Weg fortsetzen will. Da eine private Zurechtweisung wegen der Verweigerung einer Audienz unmöglich ist, werden nun auch die Kardinäle mit Entschlossenheit ihren Weg weitergehen müssen, wenn sie verhindern wollen, daß in der Kirche das Schweigen lauter ist als ihre Worte.

*Roberto de Mattei, Historiker, Vater von fünf Kindern, Professor für Neuere Geschichte und Geschichte des Christentums an der Europäischen Universität Rom, Vorsitzender der Stiftung Lepanto, Autor zahlreicher Bücher, zuletzt in deutscher Übersetzung: Verteidigung der Tradition: Die unüberwindbare Wahrheit Christi, mit einem Vorwort von Martin Mosebach, Altötting 2017.

Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: Corrispondenza Romana

Bron:

http://www.katholisches.info/2017/06/robert-de-mattei-der-skandal-des-schweigens/


 

Pope demands ‘total obedience’ over bishop appointments

 

ROME, June 14, 2017 (LifeSiteNews) — Pope Francis has ordered priests in Africa to either accept a Pope-appointed bishop or be suspended from exercising their priesthood.

On Saturday, Pope Francis ordered priests from the Diocese of Ahiara in Nigeria to write him a personal letter within 30 days promising “total obedience to the Pope.” The priests must promise their willingness “to accept the Bishop whom the Pope sends and has appointed.”

Any priest who refuses to comply by the deadline will lose their office and be automatically suspended a divinis, meaning they would be unable to exercise any priestly ministry in the Catholic Church.

Conservative priests are praising the move. It takes a harder line than did Francis’ predecessors who also had to deal with priests rejecting bishops appointed by the pope.

For Vatican watchers, it “confirms a key insight about Pope Francis,” as Crux’s John Allen writes. “Popularly, he’s seen as a lovey-dovey man of dialogue and peace…. always counseling restraint and ‘tenderness’’ yet, “when the time comes for obedience, he fully and completely expects to get it… If he doesn’t, he’s also prepared to make heads roll.”

 

>>>  www.lifesitenews.com